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Freitag, 15. September 2006, 16 Uhr:
Nachdem ich noch Dutzende Promo-CD´s fertig gemacht hatte, kam Jörn auch schon von der Arbeit zu mir nach Meinersen. Schnell noch den Rinderbraten reingeschaufelt und dann konnte es losgehen. Jenny vom Fanclub ist auch schon eingetroffen und präsentiert uns die neue Kamera die ab sofort noch bessere und heißere Fotos von uns schießen soll. Unser Minimalequipment wurde innerhalb von Minuten ins Auto geladen. Schnell noch den Bombenleger aus Hillerse eingepackt und die Fahrt konnte losgehen.
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"Wartezeit"
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"Esspapiergestalten"
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"Wir sind Artirilium"
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Bis wir um 23.30 Uhr spielen durften, haben wir uns den Magen mit Schnittchen und Bier voll geschlagen. Cooles Catering! Natürlich habe ich kein Alkohol getrunken, da ich vorbildlich die Heimfahrt übernehmen wollte. Das war auch gut so, wie es sich später zeigte. Während der langen Wartezeit gab es Blödeleien unsererseits.
Ein bisschen überpünktlich treffen wir am UJZ in Peine ein. Wir wurden freundlich von Katzen bemauzt und bekamen zur Stärkung ein Kaffee. Ralf trudelte auch kurz darauf ein.
Es war 18 Uhr, wir die einzige Band. Es war klar ... Pünktlichkeit herrscht nur bei uns. Um 19 Uhr war das Schlagzeug immer noch nicht da und Watzi wurde nervös. Aber bis 20 Uhr stand dann doch das Equipment.
Die erste Band machte bis kurz vor 20.30 Uhr ihren Soundcheck und begann gleich darauf abzumoschen. War sehr beeindruckend, da alle erst um die 17 Jahre alt waren, aber doch schon überzeugen konnten.
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Unser Auftritt lief sehr gut, wir waren mit unserer spielerischen Leistung zufrieden, da ein neues Bühnenprogramm erstellt wurde und wir es erstmals live umsetzen konnten.
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"Nur ein Idiot"
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Das gestellte Schlagzeug war etwas gewöhnungsbedürftig. Ständig knickte der Galgen des einen Beckenständers um. Dazu kam, dass ich mit nur einem Hängetom auskommen musste, obwohl zwei zugesichert wurden. Die Punker waren ausgiebig am Feiern, stürmten die Bühne, aber auch die anderen Fans waren guter Stimmung. Der Raum war durch wildes Haargemosche übersäht. Martin hatte dabei leider eine auf die Nase bekommen. Der Song N.E.ID. kommt sehr gut an und es begeistert uns, wie alle mit Leidenschaft mitgrölen. Einfach nur geil.
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"Erst verkaufte Scheibe"
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Um 2.15 Uhr ging die Fahrt gen Meinersen los. Das Auto war bis oben hin voll beladen. Wir fuhren gerade auf die Hauptstrasse, als uns auch schon ein Wagen verfolgte: „STOP POLIZEI“! Und da war auch schon die Fahrt zu Ende. „Polizeikontrolle, Führerschein und Papiere bitte!“. Und da ging es dann los! „Frau Ulbrich, haben sie Alkohol getrunken? Hauchen sie mich doch bitte einmal an!“ Also das fand ich schon seltsam. In dem Moment dachte ich nur, wenn die Polizistin sich von jedem anhauchen lässt, das kann ja nur ekelhaft sein. Besonders wenn jemand Mundgeruch hat. Ich hätte lieber in so ein Gerät reingepustet. Wahrscheinlich muss da jetzt auch schon gespart werden. Sie kontrollierte, ob wir alle angeschnallt waren. Besonders überraschend fand sie, dass in der Mitte des Wagens ein Dreipunktgurt war. Da wir noch in unserer Auftrittskluft waren, fragte er uns, ob wir die Grufties wären und von welcher Veranstaltung wir kommen. Als sie von uns erfuhren, dass wir eine Band sind, war der Polizist so neugierig und fragte, welche Musik wer denn machen würden.
„METAL, viele sagen mit einem Hauch von Gothik“.
Oh cool, mein Sohn hört auch Blutengel! Und da haben wir ihnen einfach eine Promo-CD in die Hand gedrückt. Sie nahm sie fieberhaft an sich: „Die hören wir uns gleich im Auto an. Brennen sollst du?“ Sie war etwas überrascht vom Songnamen. Ich klärte sie auf, dass der Name auf die Hexenverbrennung des Mittelalters zurück zuführen ist.
Genug gequatscht, endlich zogen sie ab und wir konnten unsere Heimfahrt beenden. Schließlich müssen wir morgen schon um 11 Uhr wieder in Vechelde sein. Die Polizeikontrolle war sehr vorbildlich. Um 2.30 Uhr endlich in Meinersen, noch schnell geduscht und ab ins Bett. ... zzz ...
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